Die Zukunft unserer Pferde –
Pferde für die Zukunft!

Wir sind froh, dass unsere Erfolgspferde nach ihrer internationalen Karriere noch frisch und munter ihr Pferdeleben genießen können. Wir freuen uns außerdem, dass wir einige gute (Nachwuchs-)pferde im Stall haben. Und wir bleiben bei unserer Maxime, Ziele zu erreichen, die es nie gegeben hat!

Dressur

 
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Le Noir

„Dieses Pferd hat mein Leben verändert!“ Le Noir, der sich bereits seit dem Fohlenalter im Besitz von Christiane und Hans Herzog aus dem rheinland-pfälzischen Ockenheim befindet, nennt seit 2008 Gut Rothenkircherhof sein Zuhause und war Uta Gräfs unbestrittenes Spitzenpferd.

„Leos“ herausragende Charaktereigenschaften, seine uneingeschränkte Leistungsbereitschaft und die hohe Rittigkeit – Werte, die ihm bereits während seiner Hengstleistungsprüfung 2006 mit der Traumnote 9,5 bescheinigt wurden, ermöglichten ihm innerhalb eines halben Jahres den Aufstieg von Klasse M auf St. Georg-Niveau, wo er gleich bei seinem ersten Auslandsstart am CDI Lipica alle Starts mit einem Sieg beendete. 2010 kam der bildschöne Hengst in der Königsklasse an, hat seitdem schier unzählige Erfolge auf Grand-Prix-Niveau aufzuweisen. Siege und Platzierungen in Wiesbaden, Aachen, Donaueschingen, Dortmund und Neumünster zeugen davon, dass Le Noir auch international auf höchstem Niveau erfolgreich war. Mit nun 17 Jahren darf Le Noir seinen Ruhestand genießen, er bekommt seinen täglichen Weidegang und bleibt weiterhin im Training.

Unser „Schwarzer“ hat eine große Karriere hinter sich, auf die er stolz sein kann. Von 2011 bis 2014 gehörte er dem Bundeskader an und schaffte es 2012 auf die Longlist der Olympischen Spiele in London, im selben Jahr war er dank seiner zahlreichen Erfolge das sechstbeste Dressurpferd Deutschlands nach Ranglistenpunkten. Er bescherte Uta über 60 Siege in Dressurprüfungen der schweren Klasse und Grand Prix. Herzlichen Dank an seine Besitzer, Hans und Christiane Herzog, die trotz verlockender Angebote standhaft blieben und Le Noir nicht verkauft haben. Nicht nur seine Erfolge haben ihn zum Ausnahmepferd werden lassen, sondern vor allem seine Persönlichkeit. Beim internationalen Pfingstturnier in Wiesbaden wurde er nun offiziell geehrt und 15-jährig verabschiedet. Da er in Wiesbaden zum ersten Mal international an den Start ging, 2012 hier mit dem Sieg des Grand Prix und der Grand-Prix-Kür zwei seiner schönsten Erfolge feiern durfte und sich im Schlosspark immer so wohl fühlte, war für uns klar, dass wir ihn auch hier verabschieden wollen. „Le Noir hat mein Leben verändert“, betont Uta Gräf: „Nicht nur, dass er es mir durch sein feinfühliges und ehrliches Wesen ermöglicht hat, meine Reitweise zu verfeinern, er hat mir auch Tür und Tor in den internationalen Sport geöffnet. Er schaffte es stets, durch seinen einzigartigen Charakter die Herzen des Publikums zu gewinnen.“

Da Le Noir es immer noch mag, vor Zuschauern seine Stärken zu zeigen, werden wir ihn ab und zu in anderen Darbietungen einsetzen – so zum Beispiel mit Stefan Schneider am langen Zügel. Die vielbeachtete Premiere dieses Leckerbissens gab’s bei unserem ersten offenen Training im Herbst 2016. Für diese „Vorruhestandstätigkeit“ ist er geradezu prädestiniert, er wird seinem Publikum auf diese Weise erhalten bleiben. Ganz ohne gezieltes Turniertraining darf er das zeigen, was ihm besonderen Spaß macht - und wir genießen es, auf ihm „Kaffee zu trinken“ in der Pirouette.  

Bleibt noch genügend Zeit für den Deckeinsatz im Landgestüt Zweibrücken: Sein erster Einsatz im Frühjahr 2016 war bereits sehr erfolgreich, und auch 2017 und 2018 war unser „Schwarzer“ mit dem prominenten Holsteiner Pedigree sehr gefragt, seine charakterlichen Vorzüge und sein Ausnahmetalent munter weiterzuvererben. Ganz nebenbei präsentierte sich Le Noir 2017 vor mehreren Tausend begeisterten Zuschauern auf der Equitana in Essen mit Stefan am langen Zügel – inklusive eines beeindruckenden „Mächtigkeitssprungs“ als Knalleffekt. Und immer noch fährt Leo mit uns auf Seminare  – als stets gern gesehener Stargast.  So sind sie, die aktiven Rentner von heute …
Danke für alles, Leo!

 

Damon Jerome

Von Damon Jerome spricht auf Gut Rothenkircherhof eigentlich niemand. Wenn von dem kecken Fuchs die Rede ist, dann nennt man ihn kurz und bündig „DJ“. Und dieser Spitzname passt bestens zu dem Rheinländer Dunkelfuchs mit 50% Trakehner Blutanteil, der das Publikum rockt, wo immer er seine langen Beinen leichtfüßig fliegen lässt.

Früh schon kreuzten sich seine und Uta Gräfs Wege, die als Fremdreiterin anlässlich des 30-Tage-Tests erstmals auf dem Hengst saß und sofort einen Draht zu ihm fand. Es ist schwer zu sagen, ob er oder Uta mehr Glück hatten, als Damon Jerome im Februar 2009 die große Paddockbox auf Gut Rothenkircherhof bezog, in der er seither residiert und sich in der feuchteren Jahreszeit auf seiner Weide oder in der Herde mit Vorliebe ein Schlammbad genehmigt.

Als „Hochtalentierter“ ist der Rheinländer für seine Reiterin Segen und Herausforderung zugleich. So leicht DJ die Dressurlektionen fallen, bei denen er sich stets die Natürlichkeit seiner überragenden Bewegungen zu bewahren weiß, so sehr will er geistig gefordert werden. Ein abwechslungsreiches Trainingsprogramm, ausgiebiger Weidegang und Bodenarbeit mit Stefan Schneider halten ihn bei Laune. Laune macht der Wallach nicht nur allen auf Gut Rothenkircherhof, sondern auch bei seinen Auftritten im Dressurviereck.

Bei der Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde in Verden begeisterte er bei seinem Debüt 2010 als Vierter des Finales die Zuschauer, ein Jahr später landete er knapp hinter dem Sieger auf dem Silberplatz. Im Herbst 2011 konnte er sich die gleiche Position im Finale des Bundeschampionats der 6-jährigen Dressurpferde sichern. In der Saison 2012 schaffte DJ spielend den Sprung in die Klasse S und siegte bisher bei jedem Start, unter anderem bei der Burgpokal-Qualifikation in Mannheim, der ihm einen Platz im Frankfurter Finale im Dezember sicherte. Dort belegte er nach dem 3. Rang in der Einlaufprüfung dann Platz sieben in der Finalprüfung. 2013 gelang es DJ, sich erneut im ersten Anlauf in Mannheim für das Nürnberger Burgpokal-Finale zu qualifizieren. Beim CDI Wiesbaden im Mai gewann er den St. Georg und erzielte beim CHIO in Aachen in der kleinen Tour hohe Platzierungen. Seinen ersten internationalen Sieg konnte er in der Inter I am CDI Perl im Sommer 2013 feiern. 2014 war der Fokus ganz auf den Weg Richtung Grand Prix gerichtet: Heimtraining statt Turnierluft schnuppern. Dies machte sich bezahlt, so konnte er in 2015 Siege und vordere Platzierungen in Dressurprüfungen mit Piaffe und Passage davontragen. Nach einer längeren Turnierpause kehrte „DJ“ 2017 sehr erfolgreich ins Prüfungsviereck zurück. Mehrere S-Siege mit hohen Wertnoten (teilweise deutlich jenseits der 70-Prozent-Marke) und auch eine internationale Platzierung auf S**-Niveau bezeugen ein schönes Comeback.

Mittlerweile hat ihn seine Besitzerin Valerie Hitschold mehrfach siegreich in S-Dressuren vorgestellt und bei den deutschen Amateurmeisterschaften in Dagobertshausen den 5. Platz erreicht. 

 

Lucky Lumumba

„Wenn man einen Pferdecharakter backen könnte, dann wäre er so wie Lumpi!“ Lumpi kam als erstes gemeinsames „Ausbildungsprojekt“ von Uta und Familie Hitschold Ende 2006 als Dreijähriger auf Gut Rothenkircherhof. Bereits als sehr junges Pferd begeisterten uns seine Leichtfüßigkeit und die geschmeidige Art sich zu bewegen.

Die Ausbildung durch Uta und Stefan scheint ihm zu gefallen: Über die vergangenen knapp elf Jahre entwickelt er sich vom zarten und sehr schüchternen jungen Pferd zu einem Routinier im Viereck. Nach Siegen in „Material“- und
Jungpferdeprüfungen konnte er zahlreiche Dressurprüfungen

der Klasse M* und M** gewinnen. Angekommen in der Klasse S, entpuppte er sich zu einem richtigen Seriensieger und war in über zehn Prüfungen der Klasse S* und S** mit Uta siegreich und konnte mehrere Platzierungen mit Valerie davontragen.

Seine großen Stärken liegen in seiner überdurchschnittlichen Losgelassenheit und Feinfühligkeit gepaart mit viel natürlichem Schwung. Einmal im Viereck angekommen, legt Lumpi sein Herz in die Hände seines Reiters und kämpft bis zur letzten Grußaufstellung.  Lumpi erfreut uns jeden Tag mit seinem tollen Charakter und seiner Arbeitseinstellung, und wir sind dankbar, dass er damals seinen Weg zu uns auf Gut Rothenkircherhof gefunden hat! Zumal seine Besitzerin nach einer kleineren Pause dank ihm wieder erfolgreich (S-platziert) zurück ins Turniergeschehen gefunden hat.

Deliano

Manchmal sucht man lange nach einem passenden Pferd. Und manchmal, ganz selten, passiert es, dass einen genau dieses scheinbar fiktive Traumpferd „findet“. So geschehen bei unserem schwarzen Sonnenschein Deliano H. Schon während der Probezeit war uns bald klar: Er ist der Langgesuchte!

Obwohl „Deli“ mit über 180 cm einer der Größten in unserem Stall ist und von uns gerne auch „Leuchti“ genannt wird, da er aufgrund seiner Größe eine gewisse Ähnlichkeit zu einem Leuchtturm hat, profitieren wir alle von seiner Menschenbezogenheit und seinem ausgezeichneten Charakter. Auch unterm Sattel bewegt er sich für ein so junges und stattliches Pferd in eindrucksvoller Weise und natürlicher Balance mit großem Talent für alle Lektionen, die hohe Versammlung erfordern. Seine ausgezeichnete Rittigkeit und seine überragenden Grundgangarten lassen für die Zukunft einiges erwarten.

Bei seiner Züchterfamilie durfte der große Schwarze mit dem liebenswerten Gesicht langsam heranreifen, konnte sich aber bei den wenigen Starts 2012 und 2013 immer unter den Top 3 platzieren, war 2013 Vize-Westfalenchampion und für das Bundeschampionat 2013 qualifiziert. Auch wir lassen es weiter ruhig angehen und geben Deli alle Zeit, die er braucht. So haben wir ihn in 2015 in einigen Dressurpferde-M-Prüfungen vorgestellt, wo er sich stets ausgezeichnet präsentierte und vordere Platzierungen erreichte. Auch der Sprung in die Klasse S ist gelungen – mit zwei zweiten Plätzen im Jahr 2016.

Ob seine Beine – obwohl er jetzt eigentlich ausgewachsen sein sollte … – noch etwas länger werden? Und wohin werden sie uns führen? Das fragten wir uns vor der Turniersaison 2017 und sind froh, dass er seine Leistungen in seinem zweiten Jahr auf S-Niveau sogar noch ausbauen konnte. Jetzt ist „Deli“ buchstäblich „groß“ geworden - und auch im großen Sport angekommen, wie es sich gehört:  2018 hoch plaziert auf Drei-Sterne-Niveau in Prüfungen mit Piaffe und Passage, zu Beginn der neuen Saison hier sogar erstmals siegreich. Folglich geht der Blick für 2019 klar Richtung Grand Prix. Wir sind gespannt, welche Höhen er noch erklimmen wird. Fernsehstar ist Deliano jetzt  schon – gemeinsam mit seinem Koppelkumpel Belsasar ist er der Hauptdarsteller unserer vierten DVD der Reihe „Direkt am Viereck“.

 
 

Designer

Designer kam als vierjähriges Pferd 2013 zu uns, um ihn für Vorstellungen in Dressurpferdeprüfungen weiter auszubilden. Mittlerweile hat der hübsche Rappe dieses Ziel schleifendekoriert nicht nur erreicht, indem er mehrere Prüfungen der Dressurpferde M gewinnen konnte, nein, er hat auch richtig ausgelegt und Kraft bekommen, so dass seine sehr gute Grundqualität mehr und mehr ausgebaut werden kann.

Seine bis dato regelmäßige Reiterin Jaya Gutheil trug er 2016 sogar zum Pfalzmeistertitel der Leistungsklasse III! Den Winter danach hatten wir dazu genutzt, ihn auf den  erfolgreichen Sprung in Klasse S vorzubereiten – ein von großem Erfolg gekröntes Vorhaben. Denn mit Uta gewann Designer prompt  mehrere Prüfungen der höchsten Klasse.

2018 hat er seine Leistungen auf S-Niveau nicht nur stabilisiert, sondern ausgebaut und hat sich zu einem wahren Sammler goldener Schleifen in der schweren Klassen entwickelt. Er ist eben nicht nur ein äußerst liebenswerter Kerl, sondern auch ein richtiges Verlasspferd.

 

Belsasar

Belsasar kam 2014 als vierjähriger Wallach zu uns zur weiteren Förderung und Ausbildung. Wir haben es uns einfach gemacht und ihn analog des Vornamens seines Besitzers kurz „Olli“ getauft - und finden, dass dieser Name dem hübschen Dunkelfuchs mit dem großen Stern sehr gut steht.

Bereits zu Beginn fiel der Oldenburger durch seine schon in sehr jungem Alter weit gereifte Konzentrationsfähigkeit und seinen Leistungswillen auf. Darüber hinaus ist er mit drei überdurchschnittlichen Gangarten ausgestattet, wobei er seinem Vater Belissimo nicht nur optisch  alle Ehre erweist. Das im Training Erlernte nimmt er spielerisch mit aufs Turnier, und dank seines freundlichen Charakters und seinem Bestreben, immer alles richtig machen zu wollen, bereitet es immer viel Freude, ihn vorzustellen: In seiner ersten Turniersaison konnte er sich mehrmals mit hohen Wertnoten auf den vorderen Plätzen in Dressurpferdeprüfungen der Klasse A platzieren. Im zweiten Jahr 2016 war er mehrfach in Dressurpferdeprüfungen der Klasse L siegreich und stets – meist hoch – platziert, auch die magische Wertnote 8 hatte er da bereits geknackt.

Den Winter nutzten wir damals, um den sehr menschenbezogenen Wallach in aller Ruhe (und mit der richtigen Dosierung in seinen für uns mitunter überraschenden Wachstumsphasen „über Nacht“) optimal auf seine Starts in der Klasse M vorzubereiten und bereits einige S-Lektionen anzutesten. Gemeinsam mit Uta folgte der erste Sieg in einer Dressurpferdeprüfung auf M-Niveau. Kein Wunder, bei dieser vorbildlichen Arbeitseinstellung, die unseren „Wonneproppen“ 2018 auch die nächst höheren Hürden auf M**-Niveau stets gechillt und dennoch sehr eifrig nehmen ließen. Ebenfalls 2018 feierte er achtjährig mit Uta sein S-Debüt, neunjährig folgten nun gleich zum Start in die Saison 2019 die ersten hohen S-Platzierungen mit gleichfalls hohen Prozentzahlen.

Nun soll „Olli“ in diesem Jahr seine Leistungen in der schweren Klasse stabilisieren und festigen. Wie sein Koppelkumpel Deliano ist er bereits Fernsehstar: als Hauptdarsteller in der vierten Reihe unserer DVD-Serie „Direkt am Viereck“, für die Pferdia TV/Wehorse seine Entwicklung  vier Jahre lang mit der Kamera verfolgt hat.

 

Lord Tudor

Als Lenny vierjährig und gerade angeritten zu uns kam, war es zunächst sein sympathisches und ausgeglichenes Wesen, das uns ihn gleich ins Herz schließen ließ. Rein optisch vermochte der eher schlacksige, vollblutbetonte Fuchs noch nicht auf den ersten Blick zu überzeugen, doch sobald er sich unter dem Reiter in Gang setzte war klar: Lenny hat das Potenzial, ein ordentliches Dressurpferd zu werden.

Seine Geschichte ist insofern besonders, als dass es der erste Abkömmling unseres neu gegründeten „Sunlight-Clubs“ ist, der auf Vermittlung und Initiative von Inge Vogel von PferdiaTV mit Lennys Züchterin, Sylvia Streiff, mit uns zusammen ins Leben gerufen wurde. Beide Zuchtexpertinnen schwören auf das Erbe des Muttervaters Sunlight xx, das sich vollblütig mit dem väterlichen Großvater Lauries Crusador xx vereinigt. Lenny wurde zudem auf den ebenfalls vollblütigen Hengst Tudor Melody xx ingezüchtet und hat somit prominente und „rasante“ Vorfahren. Sylvia Streiffs Sunlight-Stuten werden uns in den kommenden Jahren hoffentlich noch viele Talente zum Anreiten und zur weiteren Ausbildung bescheren.

www.moulindewaltenheim-pferdezucht.com

Lenny indes mausert sich von Monat zu Monat hin zu einem wirklich ansehnlichen, grundsoliden und gut veranlagten Youngster, der mit unseren Bereiterinnen bereits in Dressurpferdeprüfungen der Klasse A und L siegen und sich gut platzieren konnte. Schleifen gab’s auch in  M*- und M**-Prüfungen, die ersten S-Lektionen haben wir schon erfolgreich angetestet.

Seine Besitzerin, Friederike Heidenhof, reitet ihn trotz ihrer Scheu vor jungen Pferden fast von Beginn an mit und profitiert von Lennys ausgeglichenem Gemüt und 1a-Charakter. Lenny gewinnt unsere Herzen im Sturm! Inzwischen ist er zu einem Pendler zwischen Krefeld und Kirchheimbolanden geworden – und fühlt sich in beiden Ställen sehr wohl und zu Hause.

 

San Diamond

Vorsicht, Verwechslungsgefahr! Die buchstäblich „tolle“ und kecke Mähne könnte San Diamond schon mal als Iberer ausweisen, wofür er auch schon gehalten wurde. Unser „spanischer Oldenburger“ kam als dreijähriger „roher“ Hengst auf den Rothenkircherhof und musste sich gar nicht großartig umstellen: Riesige Weiden kannte er bereits aus dem Odenwald, wo ihn seine Besitzerin naturverbunden aufwachsen ließ. In der Nordpfalz erhielt „SD“ seine Grundausbildung bis aktuell auf M-Niveau.

Uns begeisterte, dass sich der „dunkle Diamant“ nicht allein auf sein großes Talent mit zwei sehr guten (Schritt, Galopp) und einer guten (Trab) Gangart ausruhte, sondern schon früh immer gefallen wollte, sich bei der Arbeit stets hochmotiviert zeigte. Die Lektionen fallen ihm leicht, und er lernt sie schnell - dafür spricht, dass er bereits vierjährig mit der magischen Wertnote 8 auf A-Niveau siegte, 2016 fünfjährig seinen ersten Erfolg in einer Dressurpferdeprüfung der Klasse L feierte und ein Jahr später mit erst sechs Jahren auch bereits zusammen mit unserer ehemaligen Bereiterin Jaya Gutheil eine Dressurpferdeprüfung der Klasse M gewann. Olé möchte man da „SD“ (nein, das S steht doch nicht für Spanien) zurufen – und wir waren ja immer noch am Anfang. Mit gerade mal sieben Jahren feierte er sein gelungenes Debüt in der Klasse S und war hier auch bereits mit Uta in einer Jungpferdeprüfung platziert.

Jetzt achtjährig möchten wir ihn in dieser für sein junges Alter bereits sehr hohen Klasse stabilisieren. Der Start in die neue Saison war für unseren Youngster mit dem herausragenden Talent  jedenfalls mehr als vielversprechend, er war regelrecht phänomenal: drei S-Starts, drei meist klare Siege mit Prozentzahlen teilweise jenseits der 70-Prozent-Marke.

 

Sisco de Luxe M

Als Sisco vor noch gar nicht langer Zeit zu uns kam, hatte er bereits eine buchstäblich „vielseitige“ Vergangenheit hinter sich. Fünfjährig war er nämlich fürs Bundeschampionat in Warendorf qualifiziert – eben als Vielseitigkeitspferd. Inzwischen hat er sich auf die Dressur spezialisiert (die goldrichtige Entscheidung) und uns schon nach kurzer Zeit mit seinem riesigen  Eifer begeistert  - ein richtiger „Sportler“ eben. 2018 schafften wir auf Anhieb den Sprung in die Klasse S, in der Sisco bereits zweimal gewinnen konnte. 2019 wollen wir sein Können festigen, ausbauen – und schon mal Richtung Grand Prix schauen. Wir sind sicher, dass sein Eifer und Talent da mitspielen!

 

Fleurance

Unsere Schönheitskönigin. Egal ob auf Turnier oder Seminar: Stets zieht „Fleur“ die Blicke auf sich. Im Stall ist die Dunkelfuchsstute seit 2016, damals ging sie in den Besitz von Katrin Huber über, die sie auch selbst reitet und auf Turnieren vorstellt.

Natürlich wünschen wir uns, dass „Fleur“ weiterhin mit zwei Reiterinnen – Katrin und Uta - erfolgreich und konstant im Viereck unterwegs ist. Und das mit beiden auf sehr hohem Niveau: 2016 erfolgte der gelungene Einstieg in die Klasse M, 2018 war Fleurance dann mit Uta neunjährig sogar in  S-Prüfungen siegreich. Unser „Hingucker“ ist eben auch ein toller Charakter und total zuverlässig. Die Optik und die inneren Werte – hier stimmt einfach alles.

 

Hermine

Hermine ist unser ganz anderes, sehr besonderes „Projekt“. Sie wuchs als „Wildpferd“ (allerdings mit bester Warmblut-Abstammung) frei in der Thüringeti auf, kam dann auf der dortigen Auktion in den Besitz unserer langjährigen Freundin Dr. Jutta Chirita, die die Stute noch ein Jahr im gewohnten Herdenverbund fernab des Menschen beließ.

Als Hermine dann auf den Rothenkircherhof kam, hat sie sich sehr schnell an den Menschen gewöhnt. Für uns ist es sehr spannend, wie sich ein „Wildpferd“ in der „Zivilisation“ so zurechtfindet und entwickelt. Bis jetzt hat sie uns jeden Tag nur Freude gebracht und auch behutsam den Einstieg ins Turniergeschehen – Dressurpferde A gewonnen! – geschafft. In diesem Jahr ist der Sprung in die Klasse L geplant. 

 

Working Equitation

 

Xinocca

Xinocca ist ein Lusitanowallach wie er im Buche steht. Gezogen von einem der bekanntesten Lusitanozüchtern Portugals, ist der bildschöne Schimmel seit einigen Jahren bei uns auf dem Rothenkircher Hof, wo er die erste Box des Paddockboxenstalls bewohnt.

Stefan stellt den ausdrucksstarken Wallach regelmäßig in Working-Equitation-Turnieren vor, in denen er mittlerweile ein sicherer Mitstreiter der höchsten Klasse, der Masterclass, geworden ist. Im Mai 2013 gewannen beide die Rinderklasse des renommierten Working-Equitation-Turniers im Rahmen der Pferd International in München.

 Seitdem war Xinoca auf Turnieren in Belgien, in München, in Neu-Ansbach auf den deutschen Meisterschaften und in Holland unterwegs und sammelte 2017 unter Stefan Schneider den Titel des deutschen Vizemeisters in der Rinderarbeit. Neben seinen Turniererfolgen ist Xinocca ein ausgezeichnetes Showpferd, da er es genießt, sich vor Publikum zu präsentieren. Besonders zu beeindrucken weiß er stets in der Nummer „Classic meets doma vaquera“, wo er auch schon im Vorprogramm der Spanischen Hofreitschule auftreten durfte.

 

XL do Pinheiro

Der wunderschöne, stattliche Lusitanohengst mit dem unaussprechlichen Namen ist jetzt seit 4 Jahren bei uns im Stall und ein wahrer Piaffe-und Passage-Künstler. Er vereint feinstes portugiesisches Stierkampfblut mit einem traumhaften Charakter. XL do Pinheiro wird bei uns im Stall der Einfachheit halber liebevoll Xisele genannt.

Xisele ist Stefans Nachwuchs-Working- Equitation- Pferd, der sich während der Saison von 2017 bei seinem ersten Working-Equitation Turnier sehr vielversprechend zeigte. Inzwischen war der Hengst unter seinem Reiter Stefan Schneider schon erfolgreich in der schweren Klasse, der Masterclass, unterwegs. Zuletzt auf der deutschen Meisterschaft des Working-Equitation in Thierhaupten.

Seine unglaubliche Arbeitseinstellung und Feinheit im Umgang, wie auch unterm Sattel, bereitet jeden Tag aufs Neue große Freude. Dies und sein Talent für Piaffe und Passage machen den Apfelschimmelhengst zu einer wahren Bereicherung für Stefans Showpferde-Team.

 

Farol

Farol hat wortwörtlich auf einen Blick überzeugt. Ein Video hat Stefan dazu gebracht, nach Portugal zu fliegen, um sich den damals sechsjährigen Rapphengst live anzuschauen. Mit seiner hohen Versammlungsbereitschaft und seinem sensiblen Charakter überzeugte er Stefan ihn zu kaufen, und so reiste Farol einige Wochen später nach Deutschland.

Der heute liebenswerte Wallach war anfangs eine Herausforderung im Umgang, entwickelte sich aber zum leistungsstarken Schleifensammler. Nach siegreichen Prüfungen der Klasse L in der Working Equitation hatte er sein Debüt 2018 in der Klasse M. Der schnell lernende Lusitano wird auch dieses Jahr von den Bereiterinnen M vorgestellt und soll somit weitere Turnierroutine sammeln und in Zukunft für die Masterclass unter Stefan Schneider vorbereitet werden.

 

Lucas XVI

Der temperamentvolle Spanier wurde 2013 durch Zufall von Stefan Schneider in Golega auf dem Pferdefestival entdeckt. Was ursprünglich lediglich als Urlaub geplant war, endete später mit einem Pferdekauf.

So kam der damals sechsjährige Hengst zu uns auf den Rothenkircherhof. Als typischer Spanier besitzt Lucas einen herausragenden Trab, hatte allerdings anfangs Probleme im Galopp. Über die Jahre wurde er erfolgreich in den Klassen E und A der Working Equitation vorgestellt und entwickelte sich zum echten Verlasspferd. 2017 und 2018 festigte er sich in der Klasse L und befindet sich auf dem besten Weg in die Klasse M. Als braver Lehrmeister wird er von allen gerne geritten und ist aus unserem Stall nicht mehr wegzudenken.

 

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